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  Hildesheim/Hannover Machtsum und Umgebung
Ortsgeschichte  

Wappengeschichte

Bockwindmühle
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Ortsplan Machtsum

Machtsum gehört zur Gemeinde Harsum im Landkreis Hildesheim und liegt etwa 12 km nordöstlich von Hildesheim bzw. ca. 30 km südöstlich von Nieder- sachsens Landeshauptstadt Hannover entfernt. 
Einwohner: ca. 350

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Ortsgeschichte:

Machtsum ist eine Siedlung aus frühgeschichtlicher Zeit, aus verschiedenen Bodenfunden kann eine planmäßige Siedlungslage schon zur Frühzeit angenommen werden. Die geschichtlich nachweisbare erste Nennung von Machtsum erscheint in einer Lamspringer Urkunde von 1149 als "Maghtersheim". Die in Machtsum ansässige Sippe Alpers kann als Stammfamilie sämtlicher in späterer Zeit im Stift Hildesheim lebenden Bürger gleichen Namens bezeichnet werden.

Wappengeschichte:

In der heutigen Machtsumer Feldmark lag einst das Dorf Edessem, das wohl bedeutender als Machtsum war. Es hatte eine Pfarrkirche, während Machtsum nur eine Kapelle besaß. In Edessem war ein Rittergeschlecht ansässig. Zwischen 1181 und 1369 tritt es in den Urkunden auf. Es nennt sich von Edessem und liebte wohl die Vornamen Arnold, Ekhard, Konrad, Lippold, Roderich. Leider hat es kein Siegel hinterlassen. Da auch aus Machtsums Vergangenheit kein Siegel vorhanden ist, war man bei Schaffung eines Wappens auf eigene Gestaltungskraft angewiesen. Man schuf ein Wappenbild, das die Verbindung der Fluren von Machtsum und Edessem zu einer einzigen Feldmark darstellte. Im Schildhaupt finden sich auf silbernem Grunde zwei rote ineinander verschlungene Ringe. Im Schildfuß sind auf Goldgrund zwei übereinander liegende schwarze Balken gezeichnet, die oben gewellt sind. Ringe und Balken versinnbilden die beiden Gemarkungen, die sich vereint haben. Die Wellen erzählen von der Zeit vor der Verkoppelung, von Hochäckern und Ackerteilung in alter Zeit. Die schwarze Farbe erinnert an den schwarzen, fruchtbaren Boden der beiden Fluren.

Bockwindmühle Machtsum:

Die Bockwindmühle Machtsum hat eine lange Geschichte hinter sich. Schon im Jahre 1638 wurde sie erbaut. Doch nicht etwa in Machtsum, sondern in Wirringen. Erst 1888 wird sie von Josef Vollmer für 3750 Mark aufgekauft und nach Machtsum transportiert. Die Mühle wird abgebaut und mit Pferd und Wagen nach Machtsum gebracht. Dort wird um ihren Bock ein Steinkranz gemauert, der sie zwar zu einer untypischen Bockwindmühle werden läßt, aber dem Müller erstmalig geschützten Lagerraum verschafft. Auf dem Steinkranz läuft die Mühle auf Rollen. In windstillen Zeiten konnte sie sogar durch einen Kohlengasmotor betrieben werden. 1956 verliert die Windmühle nach einem orkanartigen Sturm im vollen Betrieb zwei Flügel. Die Reparaturkosten übersteigen die Möglichkeiten der Familie Vollmer. Zuschüsse vom Gemeinderat, des Landkreises Hildesheim-Marienburg und dem Land Niedersachsen erlauben schließlich die Reparatur. Dennoch wird die Mühle 1959 endgültig stillgelegt - sie rentiert sich nicht mehr. Bis zum Jahre 1976 liegt die Mühle brach, wird ein Opfer von Wind und Wetter. Als sich der "Verein zur Erhaltung der Windmühle Machtsum" gründet und einen Pachtvertrag mit den Besitzern schließt, wird der Windmühle eine neue Chance gegeben. Am 5. September 1981 kann die Mühle nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten der Vereinsmitglieder offiziell eingeweiht werden. Die zahlreichen Schulklassen, Ausflugsgruppen und interessierte Bürger, die im Laufe der Jahre die Mühle besichtigt haben, konnten eine intakte Windmühle bestaunen, die zu besonderen Anlässen auch noch ihre Flügel dreht. Am bundesweiten Mühlentag ist die Machtsumer Windmühle für Besucher 1 x jährlich geöffnet. Es werden Führungen angeboten und der Schrotgang wird in Betrieb gesetzt.